Verfolgte Musiker und Musikerinnen in der NS-Zeit – wie klingt ihre Musik? Wie verlief ihr Leben? Kann man ihre Musik heute wieder hörbar machen? Diesen Fragen gehen Berliner Schülerinnen und Schüler in dem Projekt „Musikalische Stolpersteine“ des Landesmusikrats Berlin mit Unterstützung von radio3 nach. Musikwissenschaftler*innen und Musikjournalist*innen entwickeln mit Schulklassen Podcast-Porträts.
Zu finden sind alle Musikalischen Stolpersteine in der ARD-Mediathek.

Der Komponist Berthold Goldschmidt

Musikkurs der 9. Klassen des Albrecht-Dürer-Gymnasiums Berlin-Neukölln, 16 Jahre

Der Komponist Berthold Goldschmidt war Anfang der 1930er Jahre einer der gefragtesten jungen Avantgarde-Komponisten. Vor den Nationalsozialisten musste er nach London fliehen und erlebte mit über 90 Jahren in Berlin seine eigene Wiederentdeckung.

Der Komponist Siegfried Translateur

Musikkurs 10. Klasse Wolfgang-Borchert-Schule, 16 Jahre

Den berühmten Berliner „Sportpalastwalzer“ hat er geschrieben (eigentlich als „Wiener Praterleben“), hat sich in Wien das Dirigieren von Prater-Tanzkapellmeistern abgeschaut und prägte später das Musikleben in Berlin. Unter den Nationalsozialisten hat der Komponist Siegfried Translateur seinen erfolgreichen Musikverlag verloren und ist heute in Vergessenheit geraten.

Der Geiger Fritz Kreisler

11. Klasse Heinrich-Schliemann-Gymnasium Berlin, 16 Jahre

Fritz Kreisler (1875 – 1962) war einer der größten Geiger seiner Zeit. Obwohl er Jude war und ab 1933 in Deutschland nicht mehr auftreten durfte, behielt er seinen Wohnsitz bis 1939 in Berlin-Grunewald.Ein Porträt von Schüler:innen der 11. Klasse des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums Berlin.