Willkommen

Julia Kaiser ist freie Hörfunkautorin im Bereich Kultur und Kulturvermittlung.
Das Projekt JungeReporter hat sie über Jahre entwickelt, in diesen Journalistenakademien für junge Leute gibt sie ihre journalistischen Erfahrungen und ihre Faszination für ihren Beruf an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiter.

Echte Erfahrung durch einen Bildschirm hindurch

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Corona-Distancing. Ein Leben zu Hause, in mehr oder weniger großen 4 Wänden. Sehr gelegen kommt da die Möglichkeit beim JungeReporter-Workshop teilzunehmen! Unsere Gruppe begleitet die KarajanMusicTechConference 2020, die nun statt in Salzburg digital im Internet stattfinden wird, und damit überall – auch in meinem Zimmer.

Und plötzlich ist man online

Sophie-Caroline Danner, 23 Jahre

Der für mich krönende Abschluss, der die zuvor gehörten Gespräche und Vorträge sogar ein bisschen in den Schatten stellte, ist das After Conference Dinner. Der „Virtual Table“ ist eine virtuelle Verabredung zum gemeinsamen Abendessen. Es gibt Live-(übertragene) Musik, Gedankenaustausch per Slack-Chat und zu diesem Anlass trug eine der drei Hosts ein Gedicht über den Frühling vor und dazu passend gibt es bei jedem zu Hause selbstgemachtes, frisches Essen.

Behind the screens

Martyna Staszczyk, 23 Jahre

Attending the Karajan Music Tech Conference virtually was a complete newborn-experience. At this point, the technology theme took root even more, because gathering everyone on online platforms was the only solution to save this year’s edition.

Musikalische Einhörner made in Salzburg

Lena Nieper, 28 Jahre

Mit Salzburg assoziiert man die Opernfestspiele und das Mozarteum – aber nicht einen kreativen Hub für technologische Innovationen in der Musik- und Kulturbranche. Das Karajan Institut möchte Salzburg als Kreativstandort über die Klassik hinaus attraktiv machen. Ihr stärkstes Argument hierfür ist der Star-Dirigent Herbert von Karajan selber. Mit seinen CD-Aufnahmen und TV-Auftritte war er der Klassik-Influencer vor der Zeit der sozialen Medien.

Spiderman and digitalization in the arts

Vlad Cotuna, 23 Jahre

I’ve found out that Peter Parker was Spiderman and not the other way. I’ve found out that he is human and that he also has human limits. This is exactly what I discovered yesterday when I reached my limits at preparing and cutting the interviews I made for the Karajan Music Tech with the JungeReporter group.

Come and join JungeReporter@KMTC

How can I put music in words? How do I write about the newest trends in music technology, how do I find the right pictures for innovative sound? What are the essentials of different journalistic formats? In this workshop, young people aged 17 and up are trained in writing for online magazines or newspapers. They try out how to use social media as a publicistic platform for podcasts and video news.

Von knapp verpassten Höhepunkten

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Eine Sporthalle, statt in grelles Turnhallenlicht ist das Konzertsetting in eine fremdartige abgedunkelte Atmosphäre getaucht, der grüne Boden für die Zuschauerströme ausgelegt mit edlem weißgrauem Vlies, nach oben viel Luft zur hohen Decke.

Lebensreise

Berta Weidental, 29 Jahre

In dem Konzert „changing moments in life“, gespielt von den Curious Chamber Players, durchlebt man ein ganzes Leben. Eine Welt in Fragmenten. Das Gesamtwerk besteht aus sechs sehr klangnarrativen Teilen, die durch ständige Transformation ineinander überzugehen scheinen.

The Transitional Moment

N. Andrew Walsh,

“Is the Instrument treated like an Object, or is an Object treated like an Instrument?” Composer Malin Bång explains the Curious Chamber Players’ genesis as arising out of a desire to expand the sonic repertoire: to use more noises, more “non-instrumental” instruments, to extend the resources available to composers.

Verdrängtes und Befreites

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Verdrängtes hervorlocken. Ausgegrenztes eingliedern. Vermeintlich Verstörendem begegnen, sodass es sich nicht in Abspaltung und Gewalt seinen Bann brechen muss. Es ist ein psychologisches Erkunden, das sich die Performancegruppe Oblivia zusammen mit Komponistin Yiran Zhao und Lichtdesignerin Meri Ekola zum Thema gemacht hat, die notwendige Therapie einer kranken Gesellschaft.

Synthesizerkino

Marie Braun, 25 Jahre

Buntes Kopfkino sehe ich vor meinem geistigen Auge, während ich der Uraufführung von „…where foreigners meet.…“ von Karen Power lausche. Eine aus Feldaufnahmen in der Sierra Nevada bestehende Soundscape, Klanglandschaft, mischt sich dabei mit Geräuschen, die von Synthesizern erzeugt werden.

Schlauchstück-Stück

Sophie-Caroline Danner, 23 Jahre

Dass ich die Luft angehalten habe, fällt mir erst auf, als ich wieder einatmen muss. Leise säuselnd beginnt das Stück „Vertigo“ von Anna Korsun. Johanna Vargas singt einen klaren, hohen Ton in einen pinken Plastikschlauch, Susanne Leitz-Loray in einen blauen.

Töne eines menschlichen Universums

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Das Stück besticht vor allem durch die unglaubliche Präsenz des Spiels von Irvine Arditti, der sich das Publikum kaum entziehen kann, mit seinen feinen Tönen, von denen jeder voller Spannung zu bersten scheint.

„Selbstreflexion in der neuen Musik ist ein Schimpfwort“

Alexandra Hoppe, 23 Jahre

Sänger, die Unterwasser singen, ein Komponist der zu komponieren hasst, eine Operette aus Emailkorrespondenzen; all diese Mosaikteilchen sind Bestandteil einer narrativen Erzählung von der Entstehung eines Musiktheaters, das sich mal so richtig in die Karten schauen lässt. Dass sie damit nur ein bestimmtes Musikpublikum ansprechen, ist dem Komponisten Malte Giesen und dem Regisseur Thomas Fiedler bewusst, erklären sie im Gespräch.

Emotionaler Sprengstoff

Yuki Suzuki, 33 Jahre

Erinnerung, Angst, Dunkelheit, Verwahrlosung und Vereinsamung. Die erste Zusammenarbeit zwischen der finnischen Performance-Gruppe Oblivia und der chinesischen Komponistin Yiran Zhao widmet sich einem eher düsteren Themenfeld.