Willkommen

Julia Kaiser ist freie Hörfunkautorin im Bereich Kultur und Kulturvermittlung.
Das Projekt JungeReporter hat sie über Jahre entwickelt, in diesen Journalistenakademien für junge Leute gibt sie ihre journalistischen Erfahrungen und ihre Faszination für ihren Beruf an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiter.

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How can I put music in words? How do I write about the newest trends in music technology, how do I find the right pictures for innovative sound? What are the essentials of different journalistic formats? In this workshop, young people aged 17 and up are trained in writing for online magazines or newspapers. They try out how to use social media as a publicistic platform for podcasts and video news.

Von knapp verpassten Höhepunkten

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Eine Sporthalle, statt in grelles Turnhallenlicht ist das Konzertsetting in eine fremdartige abgedunkelte Atmosphäre getaucht, der grüne Boden für die Zuschauerströme ausgelegt mit edlem weißgrauem Vlies, nach oben viel Luft zur hohen Decke.

Lebensreise

Berta Weidental, 29 Jahre

In dem Konzert „changing moments in life“, gespielt von den Curious Chamber Players, durchlebt man ein ganzes Leben. Eine Welt in Fragmenten. Das Gesamtwerk besteht aus sechs sehr klangnarrativen Teilen, die durch ständige Transformation ineinander überzugehen scheinen.

The Transitional Moment

N. Andrew Walsh,

“Is the Instrument treated like an Object, or is an Object treated like an Instrument?” Composer Malin Bång explains the Curious Chamber Players’ genesis as arising out of a desire to expand the sonic repertoire: to use more noises, more “non-instrumental” instruments, to extend the resources available to composers.

Verdrängtes und Befreites

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Verdrängtes hervorlocken. Ausgegrenztes eingliedern. Vermeintlich Verstörendem begegnen, sodass es sich nicht in Abspaltung und Gewalt seinen Bann brechen muss. Es ist ein psychologisches Erkunden, das sich die Performancegruppe Oblivia zusammen mit Komponistin Yiran Zhao und Lichtdesignerin Meri Ekola zum Thema gemacht hat, die notwendige Therapie einer kranken Gesellschaft.

Synthesizerkino

Marie Braun, 25 Jahre

Buntes Kopfkino sehe ich vor meinem geistigen Auge, während ich der Uraufführung von „…where foreigners meet.…“ von Karen Power lausche. Eine aus Feldaufnahmen in der Sierra Nevada bestehende Soundscape, Klanglandschaft, mischt sich dabei mit Geräuschen, die von Synthesizern erzeugt werden.

Schlauchstück-Stück

Sophie-Caroline Danner, 23 Jahre

Dass ich die Luft angehalten habe, fällt mir erst auf, als ich wieder einatmen muss. Leise säuselnd beginnt das Stück „Vertigo“ von Anna Korsun. Johanna Vargas singt einen klaren, hohen Ton in einen pinken Plastikschlauch, Susanne Leitz-Loray in einen blauen.

Töne eines menschlichen Universums

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Das Stück besticht vor allem durch die unglaubliche Präsenz des Spiels von Irvine Arditti, der sich das Publikum kaum entziehen kann, mit seinen feinen Tönen, von denen jeder voller Spannung zu bersten scheint.

„Selbstreflexion in der neuen Musik ist ein Schimpfwort“

Alexandra Hoppe, 23 Jahre

Sänger, die Unterwasser singen, ein Komponist der zu komponieren hasst, eine Operette aus Emailkorrespondenzen; all diese Mosaikteilchen sind Bestandteil einer narrativen Erzählung von der Entstehung eines Musiktheaters, das sich mal so richtig in die Karten schauen lässt. Dass sie damit nur ein bestimmtes Musikpublikum ansprechen, ist dem Komponisten Malte Giesen und dem Regisseur Thomas Fiedler bewusst, erklären sie im Gespräch.

Emotionaler Sprengstoff

Yuki Suzuki, 33 Jahre

Erinnerung, Angst, Dunkelheit, Verwahrlosung und Vereinsamung. Die erste Zusammenarbeit zwischen der finnischen Performance-Gruppe Oblivia und der chinesischen Komponistin Yiran Zhao widmet sich einem eher düsteren Themenfeld.

Sprechen, auch ohne Worte

Sophie-Caroline Danner, 23 Jahre

Welche Rolle spielt der Text für ein Stück? Und sollte das Publikum den Text verstehen, oder zumindest kennen? Oder ist er nur von Bedeutung für den Kompositionsprozess? Beim ECLAT Festival gibt es vier Kompositionen von Sergej Newski zu hören.

Selbstreferenz-Reverenz

Marie Braun, 25 Jahre

„Frame“ zeigt, das Selbstreferenz im Musiktheater kurzweilig und im besten Sinne unterhaltsam seien kann. Das Kreisen um die eigene Entstehungsgeschichte ist dabei nicht etwa langweilig, sondern vermittelt interessantes Wissen über den Theaterbetrieb oder den Kompositionsprozess eines solchen Werkes.

Außerhalb des Rahmens komponieren

Yuki Suzuki, 33 Jahre

The Frame“ spielt mit Gattungsbegriffen, zerpflückt sie, um sich danach an Schnipseln zu bedienen. Die Zuhörenden werden sich in diesem Werk vielschichtig wiedererkennen, ihre Hörgewohnheiten und Erwartungen auf dem Prüfstand stellen müssen.

Maskenspiel

Sophie-Caroline Danner, 23 Jahre

Ich hätte nicht gedacht, dass mich Live-Elektronik in Verbindung mit Instrument und Stimme so bewegen, begeistern und fesseln kann. Ich bin auf die Musik konzentriert und zugleich ruhe ich in mir.

Selbstreferenz

Marie Braun, 25 Jahre

Das englische Wort „to frame“ hat unterschiedliche Bedeutungsdimensionen und kann unter anderem mit „zusammensetzen, gestalten, jemanden hereinlegen oder etwas manipulieren“ übersetzt werden.

Entfaltung

Antonia Katharina Marx, 28 Jahre

Venezianische schaukelnde Gondeln, sanft schwebend auf dem Wasser unter warmem Laternenlicht der angrenzenden Straßen und doch stetig vorwärtsgleitend. Vergangenheit ist Zukunft ist Gegenwart. Erlebtes geht in noch zu Erlebendes über. Die Komposition „Vistar“ von Sandeep Bhagwati für ein Streichorchester ermöglicht den Zuschauern eine fast meditative Erfahrung.

Schwäbischer Albtraum

Yuki Suzuki, 33 Jahre

Irritierend. So kann man das höchst subversive Stück von Tim Schomacker und Tim Ogiermann wohl ein einem Wort beschreiben. Was auf die Zuhörenden in 23 Minuten an verstörenden Bildern, elektronisch verfremdeten Klängen, Gesangsfetzen und Instrumentalfragmenten prasselt, wirkt wie aus einem psychedelischen Traum.

Selbst ausprobiert

Noa Weckner, 14 Jahre

Vorher habe ich noch nicht oft moderne Musik gespielt und auch noch nie so moderne wie Kurtag. Als ich bei unserem ersten Probe Besuch mit den UltraschallReportern das Stück von Sarah Nemtsov höre, ist das also eine ganz neue Erfahrung.

Atmen und Ton halten

Alexandra Hoppe, 23 Jahre

Mit einem 16-minütigen Klanggarten startet das Eclat-Festival 2020. Bläser der Stadtkapelle Lahr und des Ensembles Aventure stehen in Kleingruppen beisammen, Laien- mit Profimusikern, verteilt im Vorraum, auf der Bühne und den Publikumsraum. Das Publikum ist eingeladen durch diesen Garten zu schlendern und vor jedem der neun Musikerbeete zu verweilen bis der nächste Klang Blüte trägt.

Zwischen Menschen und Klang

Berta Weidental, 29 Jahre

Dicht an dicht mit den anderen Besuchern des Eröffnungskonzertes schiebt sich die Zuschauerin durch einen engen Flur, auf ein Wummern zu, ein tragendes Dröhnen im Saal. Dort bricht das beengende Gefühl auf und eine sehr ungewöhnliche Bühnenkonstellation eröffnet sich.

Alle gemeinsam

Marie Braun, 25 Jahre

Vor dem Konzertsaal, in den Zuschauerrängen, auf und hinter der Bühne stehen Gruppen von fünf bis acht Musikern verteilt. Erst abwechselnd, später immer öfter gemeinsam spielen sie etwa zehn Sekunden lange Halteklänge, die untereinander leicht dissonant sind.

In jeder Hinsicht frei

Julia Greis, 16 Jahre

Ich hatte erwartet, Fehler zu hören. Dass Stellen geprobt werden und immer wieder wiederholt werden. Doch es war anders. Die Musiker haben in Stille begonnen. Die Spannung war ab dem ersten Moment da. Es ist nicht mehr möglich wegzuhören, die Musik fesselt mich an den Stuhl.

„Wenn man spielt, verstummen die Worte“

Nicole Korecky, 17 Jahre

Im Kloster Hegne fand am 12.10.2019 ein wunderbares Klangraumkonzert statt. Zu hören waren an diesem Abend Chloé Levy, eine großartige Sopranistin und ihr Partner Marcus Hagemann, ein sehr talentierter Cellist. Anfangs erwartete ich ein typisch klassisches Konzert zu hören, doch steckt noch viel mehr hinter ihrer besonderen Musik!

Über Freiheit, Gesellschaft, klassische Musik und nur mit Wasser kochen

Balthasar Frick und Benjamin Grothe, 18 Jahre

Marcus Hagemann ist Cellist und lebt in Berlin. Gemeinsam mit befreundeten klassischen Musikern veranstaltet er die Konzertreihe TRIALOG-Concerts. Zum zweiten Konzert der diesjährigen TRIALOG-Reihe am 14. September 2019 in Allensbach führten wir, nach einem kurzen Einblick in die Probe der fünf Kammermusiker, ein Interview mit Marcus Hagemann.