Willkommen

Julia Kaiser ist freie Hörfunkautorin im Bereich Kultur und Kulturvermittlung.
Das Projekt JungeReporter hat sie über Jahre entwickelt, in diesen Journalistenakademien für junge Leute gibt sie ihre journalistischen Erfahrungen und ihre Faszination für ihren Beruf an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiter.

Es geht um das Gefühl

Nora Bahl, 17 Jahre

Die letzten Schliffe vor dem großen Konzert werden heute am Samstag den Stücken gegeben, inwiefern reagiert der große Saal des Konzerthauses anders als der Kulturstall in Britz, in dem das deutsch-französischen Juniororchesters bisher geprobt hat, was muss beim Auf- und Abgehen beachtet werden?

Gut geprobt

Angie Fernanda Beier, 15 Jahre

Nach der Chaosprobe ganz zu Anfang dürfen wir, das Reporterteam, bei der Generalprobe zum Konzert des deutsch-französischen Juniororchesters mit dabei sein.

Vielversprechende Generalprobe

Lisa Kellner, 13 Jahre

Schon im Treppenhaus hört man, wie das deutsch-französische Jugendorchester für den morgigen Auftritt probt. Als wir in den Saal kommen, staune ich nicht schlecht – alle 70 Kinder und Jugendlichen sitzen auf der Bühne und spielen konzentriert.

Riesige Verbesserung

Marlene Krönke, 14 Jahre

Wir, das Reporterinnenteam von Young Euro Classic, dürfen heute nochmal das deutsch-französische Jugendorchester bei seiner Generalprobe besuchen. Wir sind alle sehr gespannt zu hören, wie die Musikerinnen und Musiker sich in der letzten Woche weiterentwickelt haben.

Frauenpower an der Kamera

Lisa Kellner, 13 Jahre

Als wir nach draußen gehen, um den Kindern vom Multimedia-Workshop bei ihrer Arbeit zuzugucken, fallen mir direkt drei Mädchen auf, die an der Kamera stehen und eine Szene drehen.

Nerf Gun und Babypuppe

Nike von Waldenfels, 14 Jahre

Binnen fünf Tagen will die Gruppe drei Kurzfilme produzieren, je zehn bis 15 Minuten lang. Die Drehbücher stehen schon, es geht um Nuklearwaffen und Geheimagenten, wie Erik mir stolz erzählt.

Stablos im Konzerthaus

Nike von Waldenfels, 14 Jahre

Die Töne kommen gleichzeitig und parallel, auch wenn niemand einzählt und das c/o Chamber Orchestraerst vor einer Woche gebeten wurde, dieses Konzert zu geben. Man hört und sieht schon bei der Probe deutlich, dass die Musiker und Musikerinnen einander vertrauen und gut eingespielt sind.

Mehr Vertrauen, weniger Dirigent

Lisa Kellner, 13 Jahre

Es wird dunkler, die Gespräche werden eingestellt und das Licht richtet sich auf den Mittelpunkt des heutigen Abends – das C/O Chamber Orchestra. Voller Vorfreude richte ich mich in meinen Sitz auf, als die ersten Töne der Sinfonietta von Benjamin Britten erklingen.

Vertrauen im Ensemble

Claire Vobis, 14 Jahre

Als ich Paul Wheatley auf mich zukommen sehe, kommt er mir gleich sympathisch vor. Besonders gefällt mir seine weiße Basecap. Sie ist mir schon während der Probe aufgefallen, als der Amerikaner sich konzentriert über seinen Kontrabass beugte. Wie lange spielen Sie schon Kontrabass? Ich spiele schon seit ich 9 Jahre alt bin, also 20 Jahre….

Podcast: Perfekter Klang am stillen Örtchen

Einen Podcast aufzunehmen ist nicht einfach. Obwohl die Villa Elisabeth ein sehr schönes Gebäude ist, mit Pakettboden, hohen Wänden und dekorierten Säulen, ist es schwer, einen richtigen Ort für unsere Sprachaufnahmen zu finden, wo es wenig hallt und keine lauten Geräusche gibt.

Musik braucht keine Sprache

Marlene Krönke, 14 Jahre

Wir, das Reporterteam von Young Euro Classic, haben gemeinsam den Anfang vom deutsch-französischen Juniororchester auf einem Gutshof in Alt Britz begleitet. Die Musiker*innen aus Deutschland stammen alle von der Musikschule Paul Hindemith in Neukölln. Das französische Orchester heißt „el camino“ und besteht aus vielen Jugendlichen aus Pau.

Leidenschaftliches Chaos

Lisa Kellner, 13 Jahre

Wir sind auf dem Gutshof Britz und werden dem Junior-Orchester beim Proben zuhören. Die 35 Musiker und Musikerinnen kommen von der Paul-Hindemith-Musikschule in Neukölln und sind Teil des Young Euro Classic Projekts, das dieses Jahr, trotz Coronamaßnahmen, zum ersten Mal stattfinden kann.

Besuch mit Bürgermeister

Samantha Tokaryk, 15 Jahre

Plötzlich sehen wir einen sehr großen Mann mit blauem Anzug. Es ist der Neuköllner Bürgermeister. Unser Reporter-Team hat schon interessante Fragen für ihn vorbereitet. Er war selbst Mathelehrer, bevor er Bürgermeister geworden ist, erfahren wir. Und er findet es toll, mit Kindern zu arbeiten.

Ganz laut

Hannah Otto, 20 Jahre

„Warum soll ich nicht schreien können – Ganz laut.“ Dass die Perkussionistin Vanessa Porter eine unübersehbare Stärke verkörpert, haben wir beim diesjährigen ECLAT-Festival mit Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘ über den Livestream miterleben dürfen. Eine Stärke in der Fragilität und Intimität ihrer Musik, eine Stärke in ihrem Aufbrechen der binären Erwartungen an ihre Rolle als Musikerin.

Das Klangrezept

Katharina Meding, 20 Jahre

Das Bewusstsein und Wiederfinden der Wurzeln und der eigenen Identität, die Entdeckung der Körperlichkeit des Klangs und die Erfahrung der Welt durch den weiblichen Körper bilden die Kernthemen von Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘. Außerdem steckt Heimat darin, und ein Rezept.

Lauter Atem

Magdalena Zathammer, 25 Jahre

Im Mittelpunkt der digitalen Aufführung steht der Solist Jeremias Schwarzer, der die Rolle des Whistleblowers verkörperte. Eine Figur, die sich in einer misslichen Lage befindet und die unter unerträglichem Druck steht. Man hat das Gefühl, er trägt etwas in sich, das einen Weg sucht, um an die Oberfläche zukommen, aber nicht sofort zum Ausbruch kommt, sondern brodelt wie ein Vulkan.

„Ich muss es fühlen“

Hannah Otto, 20 Jahre

Die Schizophrenie der Liebenden und die Wurzeln weiblicher Protagonistinnen – Emotionale Programme und Aufführungen wie Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘ im Rahmen des diesjährigen ECLAT-Festivals sind für die Percussionisten Vanessa Porter Alltag. Im Interview spricht sie über ihren persönlichen Umgang mit so intensiven Thematiken.

Der zauberhafte Tanz der Glühwürmchen

Katharina Meding, 20 Jahre

Das Licht erlischt und eine flimmernde Atmosphäre entsteht, die an eine Nacht unter Bäumen erinnert. Der Blick gleitet ins Unendliche, weil die Finsternis alles verschluckt. Nur der Wind und die raschelnden Blätter sind zu hören. Hier und da entferntes Grillenzirpen. Plötzlich schiebt der Wind die Wolken beiseite und gibt den Blick frei auf eine zauberhafte Choreographie aus Lichtspiel und Klängen. Der Wind wird mild und das Ballett der Glühwürmchen beginnt.

Teil des Klanguniversums

Hannah Schneider, 28 Jahre

Mir gegenüber sitzt Marta Gentilucci. Nun ja, mir gegenüber sitzt mein Laptop, der mir Martas Bild aus Ihrem Zuhause in meins überträgt. Am Tag nach der Aufführung ihres Stücks Canzoniere konnte ich mit der zufrieden wirkenden Komponistin sprechen. Die Werke der ausgebildeten Sängerin sind stark vom Gesang beeinflusst.

Bewohnt die Kunst einen freien Raum?

Antonia Katharina Marx, 29 Jahre

In ‚Whistle-Blower‘ verarbeitet Iris ter Shiphorst unter anderem eine in Morsezeichen übersetzte Aussage von Chelsea Manning. Im Interview spricht sie darüber, was sie zum Komponieren motiviert und gibt einen Einblick in ihren Umgang mit dokumentarischem Material. Dabei entstehen durch Grenzüberschreitungen aus dem „reinen Kompositionsgenre“ heraus interessante Möglichkeiten von Kunst und ihrem Welt- und Gesellschaftsbezug. 

Der Sandmann

Katharina Meding, 20 Jahre

Ich fühle, wie Nathanael eingenommen wird. Wie die Musiker*innen es schaffen, eine klebrige Masse erklingen zu lassen. Als wäre Nathanaels Kopf neblig und unklar, als wäre er so geblendet, dass er nicht mehr klar denken kann. Ich bemerke das Echo einer Angst, die der Sandmann verströmt.

Raum für Klang in neuem Kontext

Hannah Schneider, 28 Jahre

Marta Gentiluccis ‚Canzoniere I‘ lässt die Zuhörenden wandern, durch den Raum, durch die Zeit. Ein Wortfetzen Russisch durch die geräuschhaften Sphären – ein Gefühl weit entfernter Familiarität durch den Nebel der Jahrhunderte. Die Gedichte der Autorinnen werden eingewoben in den Klangteppich, der von Verlust und Wiederfinden berichtet.