Die RheinsbergReporter diskutieren: Was bedeutet cute?
Die RheinsbergReporter diskutieren den Titel der Opernproduktion des BAJMT. DOLLHOUSE bedeutet Puppenhaus, klar. Aber was ist eine cute Oper? Und was bedeutet für uns cute?
Die RheinsbergReporter diskutieren den Titel der Opernproduktion des BAJMT. DOLLHOUSE bedeutet Puppenhaus, klar. Aber was ist eine cute Oper? Und was bedeutet für uns cute?
Die RheinsbergReporter haben keinen Plan von der Oper DOLLHOUSE. Doch dann rettet uns Mara Stritzel. Denn sie ist die Dramaturgin bei dieser Produktion der Bundesakademie für Junges Musiktheater in Rheinsberg.
Mädchensein bedeutet viel mehr als cute auszusehen. Die Sopranistinnen Milla Aulibauer und Käthe Rosol haben sich darüber auch Gedanken gemacht.
Die Kostümbildnerin Luise Stoverock kommt aus Bonn und studiert in Trier Modedesign. In der Opernproduktion DOLLHOUSE an der Bundesakademie für junges Musiktheater arbeitet sie mit zwei anderen Teilnehmenden am Kostümbild.
Clemens K. Thomas hat die Oper DOLLHOUSE geschrieben und Lennart Kammler ist bei der Inszenierung der Bundesakademie für junges Musiktheater in Rheinsberg einer der drei Regisseure.
In der Oper DOLLHOUSE gibt es eine Figur, die mich fasziniert, nämlich „der Nachbar“. Es ist lustig, dass er seinen Grill so doll liebt. Er ist wie ein Bonbon: außen hart und innen weich. Vielleicht ein Ingwerbonbon, lecker, aber scharf.
In der cuten Oper DOLLHOUSE von Clemens K. Thomas gibt es die Figur der Synthia und ich finde sie cool und talentiert. Am Anfang ist sie live im Video, und fast am Ende ist sie auf der Bühne in Plastic Island, dann nimmt sie ganz viel Plastik, stopft es sich in die Hose und in die Taschen. Dann fällt sie um und guckt nur noch aufs Handy.
Die 21jährige Koloratur-Sopranistin Lena Kühn aus München singt in der Gruppe der Puppen, die sich als „der Nachbar“ verkleiden.
Der Komponist Berthold Goldschmidt war Anfang der 1930er Jahre einer der gefragtesten jungen Avantgarde-Komponisten. Vor den Nationalsozialisten musste er nach London fliehen und erlebte mit über 90 Jahren in Berlin seine eigene Wiederentdeckung.
Den berühmten Berliner „Sportpalastwalzer“ hat er geschrieben (eigentlich als „Wiener Praterleben“), hat sich in Wien das Dirigieren von Prater-Tanzkapellmeistern abgeschaut und prägte später das Musikleben in Berlin. Unter den Nationalsozialisten hat der Komponist Siegfried Translateur seinen erfolgreichen Musikverlag verloren und ist heute in Vergessenheit geraten.