Musik braucht keine Sprache

Wir, das Reporterteam von Young Euro Classic, haben gemeinsam den Anfang vom deutsch-französischen Juniororchester auf einem Gutshof in Alt Britz begleitet. Die Musiker*innen aus Deutschland stammen alle von der Musikschule Paul Hindemith in Neukölln. Das französische Orchester heißt „el camino“ und besteht aus vielen Jugendlichen aus Pau.

Leidenschaftliches Chaos

Wir sind auf dem Gutshof Britz und werden dem Junior-Orchester beim Proben zuhören. Die 35 Musiker und Musikerinnen kommen von der Paul-Hindemith-Musikschule in Neukölln und sind Teil des Young Euro Classic Projekts, das dieses Jahr, trotz Coronamaßnahmen, zum ersten Mal stattfinden kann.

Besuch mit Bürgermeister

Plötzlich sehen wir einen sehr großen Mann mit blauem Anzug. Es ist der Neuköllner Bürgermeister. Unser Reporter-Team hat schon interessante Fragen für ihn vorbereitet. Er war selbst Mathelehrer, bevor er Bürgermeister geworden ist, erfahren wir. Und er findet es toll, mit Kindern zu arbeiten.

Musik kennt keine Grenzen

Streicher, Holz- und Blechbläser, Schlagwerk, einen Dirigenten: Alles was ein gutes Orchester benötigt, hat auch das deutsch-französische Juniororchester.

Ganz laut

„Warum soll ich nicht schreien können – Ganz laut.“ Dass die Perkussionistin Vanessa Porter eine unübersehbare Stärke verkörpert, haben wir beim diesjährigen ECLAT-Festival mit Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘ über den Livestream miterleben dürfen. Eine Stärke in der Fragilität und Intimität ihrer Musik, eine Stärke in ihrem Aufbrechen der binären Erwartungen an ihre Rolle als Musikerin.

Das Klangrezept

Das Bewusstsein und Wiederfinden der Wurzeln und der eigenen Identität, die Entdeckung der Körperlichkeit des Klangs und die Erfahrung der Welt durch den weiblichen Körper bilden die Kernthemen von Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘. Außerdem steckt Heimat darin, und ein Rezept.

Lauter Atem

Im Mittelpunkt der digitalen Aufführung steht der Solist Jeremias Schwarzer, der die Rolle des Whistleblowers verkörperte. Eine Figur, die sich in einer misslichen Lage befindet und die unter unerträglichem Druck steht. Man hat das Gefühl, er trägt etwas in sich, das einen Weg sucht, um an die Oberfläche zukommen, aber nicht sofort zum Ausbruch kommt, sondern brodelt wie ein Vulkan.

„Ich muss es fühlen“

Die Schizophrenie der Liebenden und die Wurzeln weiblicher Protagonistinnen – Emotionale Programme und Aufführungen wie Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘ im Rahmen des diesjährigen ECLAT-Festivals sind für die Percussionisten Vanessa Porter Alltag. Im Interview spricht sie über ihren persönlichen Umgang mit so intensiven Thematiken.

Der zauberhafte Tanz der Glühwürmchen

Das Licht erlischt und eine flimmernde Atmosphäre entsteht, die an eine Nacht unter Bäumen erinnert. Der Blick gleitet ins Unendliche, weil die Finsternis alles verschluckt. Nur der Wind und die raschelnden Blätter sind zu hören. Hier und da entferntes Grillenzirpen. Plötzlich schiebt der Wind die Wolken beiseite und gibt den Blick frei auf eine zauberhafte Choreographie aus Lichtspiel und Klängen. Der Wind wird mild und das Ballett der Glühwürmchen beginnt.

Teil des Klanguniversums

Mir gegenüber sitzt Marta Gentilucci. Nun ja, mir gegenüber sitzt mein Laptop, der mir Martas Bild aus Ihrem Zuhause in meins überträgt. Am Tag nach der Aufführung ihres Stücks Canzoniere konnte ich mit der zufrieden wirkenden Komponistin sprechen. Die Werke der ausgebildeten Sängerin sind stark vom Gesang beeinflusst.