Keine Kunst ohne Message
Hat dieses Kunstwerk eine „Message“? Raed Yassin mag diese Frage nicht. Am Mittwoch wird die Uraufführung seines Stücks „A Short Biography of a Snake“ beim ECLAT Auftaktkonzert zu hören sein.
Hat dieses Kunstwerk eine „Message“? Raed Yassin mag diese Frage nicht. Am Mittwoch wird die Uraufführung seines Stücks „A Short Biography of a Snake“ beim ECLAT Auftaktkonzert zu hören sein.
Ich verstehe den Zusammenhang von Musik und Bild nicht, bin aber tief berührt. Wer kann das Schreien in Belarus verstummen lassen und den Stimmen ihr Echo zurückzugeben?
Schön ist es nicht. Weder Bild noch Ton. Doch will es auch nicht gefällig sein, ganz im Gegenteil. Der Zuschauer hat Teil an dem Warten darauf, das irgendetwas passiert. Doch nichts passiert. Beim Zuschauen, wie die Person auf dem Boden zuckt, frage ich mich zunächst, was das soll. Der Sinn erschließt sich mir erst, als ich den Text unter dem Video lese. Daraufhin muss ich es noch zwei weitere Male mit großer Aufmerksamkeit anschauen. Was bedeutet die Uhr? Wie passt das, was man sieht, zur Musik? Eine Vielschichtigkeit zeigt sich, die ich so beim ersten Betrachten nicht sehen konnte. Ein unangenehmes Kunstwerk mit großer Tiefe.
Ein zerbrochener Bildschirm mit zersplitterten Momenten. Ein Mosaik aus Gedanken, Erlebtem und Erinnerungen. Das Werk gewährt Freiheit. Freiheit für das Auge, im ersten Blick einen Moment zu erhaschen und im zweiten eine letzte Bewegung zu erahnen. Es fesselt das Auge und zwingt es beinahe, durch die Scherben klar zu sehen. Aber der Film läuft unentwegt weiter, die Musik drängt zum Weiterdenken und plötzlich ist man wieder am Anfang. Wieder die friedlichen, verschwommenen Bäume, die nur ein Echo von dem sind, worum es eigentlich ging.
Das Video „I WANT A PRESIDENT“ ist der Ruf der Künstlerin Maria Naprushinka und des Komponisten Clemens K. Thomas nach einer Präsidentin, die Hausfrau, Hebamme, Putzfrau und Krankenschwester ist – einer Präsidentin, deren Erfahrungswerte die einer vom System nicht bevorzugten, sondern meist zurückgedrängten Person widerspiegelt. Einer Präsidentin, die nicht korrupt, sondern fair und ehrlich ist.
Zhanna Gladko’s contribution to this year’s ECLAT Festival project “Echos – Voices from Belarus” is a raw, yet subtle presentation of the young artist’s experience during the turbulent demonstrations and riots in her home country. As one can read in her own description; any footage found provoking of the government could at any time become the reason for torture and imprisonment. This is what makes her art work so strong.
Pandemiebedingt findet Ultraschall Berlin in diesem Jahr als reines Radiofestival statt. Die UltraschallReporter laden sich Gäste auf Zoom ein und hören gemeinsam Radio.
Corona-Distancing. Ein Leben zu Hause, in mehr oder weniger großen 4 Wänden. Sehr gelegen kommt da die Möglichkeit beim JungeReporter-Workshop teilzunehmen! Unsere Gruppe begleitet die KarajanMusicTechConference 2020, die nun statt in Salzburg digital im Internet stattfinden wird, und damit überall – auch in meinem Zimmer.
Der für mich krönende Abschluss, der die zuvor gehörten Gespräche und Vorträge sogar ein bisschen in den Schatten stellte, ist das After Conference Dinner. Der „Virtual Table“ ist eine virtuelle Verabredung zum gemeinsamen Abendessen. Es gibt Live-(übertragene) Musik, Gedankenaustausch per Slack-Chat und zu diesem Anlass trug eine der drei Hosts ein Gedicht über den Frühling vor und dazu passend gibt es bei jedem zu Hause selbstgemachtes, frisches Essen.
Attending the Karajan Music Tech Conference virtually was a complete newborn-experience. At this point, the technology theme took root even more, because gathering everyone on online platforms was the only solution to save this year’s edition.