ECLATReporter

Beim ECLAT Festival neue Musik Stuttgart treffen in 16 Veranstaltungen an fünf Tagen Profis auf Amateure, Schauspieler auf Komponist*innen, Pop Art auf Klassik, Lärm auf Poesie etc. JungeReporter ab 16 fassen neue Musik in Worte und trainieren die Essentials für verschiedene journalistische Formate.

Ganz laut

Hannah Otto, 20 Jahre

„Warum soll ich nicht schreien können – Ganz laut.“ Dass die Perkussionistin Vanessa Porter eine unübersehbare Stärke verkörpert, haben wir beim diesjährigen ECLAT-Festival mit Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘ über den Livestream miterleben dürfen. Eine Stärke in der Fragilität und Intimität ihrer Musik, eine Stärke in ihrem Aufbrechen der binären Erwartungen an ihre Rolle als Musikerin.

Das Klangrezept

Katharina Meding, 20 Jahre

Das Bewusstsein und Wiederfinden der Wurzeln und der eigenen Identität, die Entdeckung der Körperlichkeit des Klangs und die Erfahrung der Welt durch den weiblichen Körper bilden die Kernthemen von Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘. Außerdem steckt Heimat darin, und ein Rezept.

Lauter Atem

Magdalena Zathammer, 25 Jahre

Im Mittelpunkt der digitalen Aufführung steht der Solist Jeremias Schwarzer, der die Rolle des Whistleblowers verkörperte. Eine Figur, die sich in einer misslichen Lage befindet und die unter unerträglichem Druck steht. Man hat das Gefühl, er trägt etwas in sich, das einen Weg sucht, um an die Oberfläche zukommen, aber nicht sofort zum Ausbruch kommt, sondern brodelt wie ein Vulkan.

„Ich muss es fühlen“

Hannah Otto, 20 Jahre

Die Schizophrenie der Liebenden und die Wurzeln weiblicher Protagonistinnen – Emotionale Programme und Aufführungen wie Marta Gentiluccis ‚Canzoniere‘ im Rahmen des diesjährigen ECLAT-Festivals sind für die Percussionisten Vanessa Porter Alltag. Im Interview spricht sie über ihren persönlichen Umgang mit so intensiven Thematiken.

Der zauberhafte Tanz der Glühwürmchen

Katharina Meding, 20 Jahre

Das Licht erlischt und eine flimmernde Atmosphäre entsteht, die an eine Nacht unter Bäumen erinnert. Der Blick gleitet ins Unendliche, weil die Finsternis alles verschluckt. Nur der Wind und die raschelnden Blätter sind zu hören. Hier und da entferntes Grillenzirpen. Plötzlich schiebt der Wind die Wolken beiseite und gibt den Blick frei auf eine zauberhafte Choreographie aus Lichtspiel und Klängen. Der Wind wird mild und das Ballett der Glühwürmchen beginnt.

Teil des Klanguniversums

Hannah Schneider, 28 Jahre

Mir gegenüber sitzt Marta Gentilucci. Nun ja, mir gegenüber sitzt mein Laptop, der mir Martas Bild aus Ihrem Zuhause in meins überträgt. Am Tag nach der Aufführung ihres Stücks Canzoniere konnte ich mit der zufrieden wirkenden Komponistin sprechen. Die Werke der ausgebildeten Sängerin sind stark vom Gesang beeinflusst.

Social oder doch eher unsocial Distancing?

Sophie-Caroline Danner, 24 Jahre

Wie verschieden sich das Spielen vor leeren Rängen auf die einzelnen Gemüter auswirkt, zeigt das Gespräch mit dem Pianisten Steffens-Holländer und Clemens Thomas, dem Artistic Manager des ensemble recherche.

Bewohnt die Kunst einen freien Raum?

Antonia Katharina Marx, 29 Jahre

In ‚Whistle-Blower‘ verarbeitet Iris ter Shiphorst unter anderem eine in Morsezeichen übersetzte Aussage von Chelsea Manning. Im Interview spricht sie darüber, was sie zum Komponieren motiviert und gibt einen Einblick in…

Der Sandmann

Katharina Meding, 20 Jahre

Ich fühle, wie Nathanael eingenommen wird. Wie die Musiker*innen es schaffen, eine klebrige Masse erklingen zu lassen. Als wäre Nathanaels Kopf neblig und unklar, als wäre er so geblendet, dass er nicht mehr klar denken kann. Ich bemerke das Echo einer Angst, die der Sandmann verströmt.